KontaktImpressum

Februar / März 2013

Betrugsfälle in der industriellen Eierproduktion

wie der „Spiegel” berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen verschiedene Eierproduzenten wegen des Verdachts auf systematischen Betrug sowie Verstoß gegen das Lebensmittel- und das Öko-Landbaugesetz sowie Tierschutzvorschriften und Umweltgesetze.

Betroffen sind demnach Geflügelerzeuger aus allen Produktionsformen (Freiland-, Boden-,Käfig- und auch Bioerzeugung). Ihnen wird vorgeworfen, zu viele Legehennen in ihren Ställen gehalten zu haben. Im Brennpunkt stehen damit erneut größere Geflügelunternehmen in agrarindustriellen Strukturen. Nach unserem bisherigen Kenntnisstand sind keine Bioland-Betriebe betroffen.

Der Bioland-Verband besteht aus selbstständigen Bauern, die auf Transparenz setzen und denen die Tiere am Herzen liegen. Wir leben das Gegenmodell zur globalisierten Agrarindustrie und treten mit strengen Richtlinien für eine transparente, bäuerlich geprägte Landwirtschaft ein. Damit und mit unseren hohen Standards in Erzeugung und Verarbeitung haben wir uns über Jahre hinweg das Vertrauen unserer Kunden verdient.

Wichtige Fragen (und Antworten)

Kann man Bio-Eiern noch trauen?

Was wir gerade lernen ist, dass Bio nicht gleich Bio ist. Billig und Bio + Tierschutz passen nicht zusammen. Wir erleben hier einen Skandal der industriellen Tierhaltung. Diese Großstrukturen nutzen auch Bio für ihre Geschäfte. Wenn sich der Verdacht erhärtet, zeigt sich wieder einmal, dass der Verbraucher der industriellen Tierhaltung nicht trauen kann.

Was empfehlen Sie den Verbrauchern?

Dass Sie genau hinschauen, von welchen Betrieben die Eier kommen. Kaufen Sie Bioland- oder Demeter-Eier, so können Sie sicher sein, dass diese Eier von heimischen bäuerlichen Biobetrieben stammen. Am besten kaufen Sie bei einem Bioland-Betrieb vor Ort, den Sie kennen und bei dem Sie sich ein Bild von Haltung und Anbau machen können.

Sind die Kontrollen denn sicher?

Die Biokontrollen sind die strengsten im Lebensmittelbereich. Größere Geflügelbetriebe werden viermal pro Jahr kontrolliert. Vor systematischem Betrug, um immer billiger anbieten zu können, schützt aber auch keine Biokontrolle. Daher müssen die Verantwortlichen hart bestraft werden, um ausreichend Abschreckung bei potentiellen Betrügern zu erreichen. Dieser Betrug ist kein Kavaliersdelikt!